Arbeit mit Gedenkstätten - Jugendweihe Deutschland e.V.

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Die Jugendarbeit > Projekte

Arbeit mit Gedenkstätten - Geschichtsbewusstsein und Demokratieverständnis
Für die Jugendweihe Deutschland e.V. und die sie tragenden Mitgliedsvereine stellt das Geschichtsbewusstsein und Demokratieverständnis ein wichtiges Schwerpunktthema ihrer offenen Jugendarbeit dar. Im Jahr 2012 nutzten fast 5.000 Jugendliche deutschlandweit die Angebote der Mitgliedsvereine der Jugendweihe Deutschland e.V. und unterstrichen damit eindrucksvoll die Notwendigkeit der zahlreich angebotenen Projekte vor Ort.

Wir sehen es als unsere Aufgabe, die Zukunft unserer Gesellschaft mit zu gestalten. Darum sollten wir die Geschichte kennen. Es gibt viele gute und auch negative Beispiele in der Geschichte, die uns sehr deutlich zeigen, wie sich Gesellschaften aufgebaut haben und welche Werte und Ziele Sie hatten. Wir können uns anschauen, wie sich diese Gemeinschaften entwickelten und damit auch Orientierungen finden, für die Gestaltung der Zukunft unserer heutigen Gesellschaft.

Ziele - Wir stärken Jugendliche mit Hilfe des Geschichtsbewusstseins in ihrer pubertären Selbstfindung als Demokraten unserer Gesellschaft und vermitteln Ihnen damit ein Verantwortungsgefühl für sich selbst und andere Menschen. Tolerant zu anderen Menschen und Minderheiten zu sein gehört genauso dazu, wie die Stärkung der Eigenständigkeit und des Selbstbewusstseins der Jugendlichen.
Im Sinne des SGB VIII §11 3a sind Projekte Teil der Angebote der außerschulischen Jugendbildung der Mitgliedsvereine und eine Schulergänzende Maßnahme um den Unterrichtsstoff zu vertiefen.

Werte - Die Projekte tragen zur Stärkung positiver Lebenskompetenzen bei und vermitteln weltliche humanistische Werte wie:
- Verantwortungsgefühl für sich selbst und für andere
- Toleranz zu anderen Menschen und Minderheiten
- Stärkung der Eigenständigkeit und des Selbstbewusstseins

Projektdurchführung - Die einzelnen Projekte werden, angebunden an die jeweiligen historischen Orte und mit der Unterstützung der pädagogischen Leitungen der Gedenkstätten gestaltet. Die Einzelprojekte im Bereich Nationalsozialismus sind miteinander vernetzt. Die Projekte bestehen aus unterschiedlichen Angeboten aus dem Bereich der außerschulischen Jugendbildung (nach SGB VIII §11.3.1).

- Vorbereitungsveranstaltungen zum Besuch der Gedenkstätten zum Thema Nationalsozialismus
- geführter Rundgang - Gedenkstätte in ehemaligen Konzentrationslager Buchenwald, Neuengamme, Sachsenhausen Ravensbrück und weiterer.
- geführter Rundgang & Workshop - Gedenkstätte im ehemaligen Kriegsgefangenenlager Zeithain
- Nachbereitungsveranstaltungen zum Besuch der Gedenkstätten

- Vorbereitungsveranstaltungen zum Besuch der Gedenkstätten zum Thema DDR-Geschichte
- geführter Rundgang - Gedenkstätte Berliner Mauer

- Ausbildung von Multiplikatoren und Gästeführern für die Rundgänge mit Jugendweihegruppen
- Gestaltung verschiedener Arbeitsmaterialien für Teilnehmer und Gästeführer

Projekt im ehemaligen Konzentrationslager Buchenwald
Die größte Gruppe der Teilnehmer beschäftigt sich mit den Themen im ehemaligen Konzentrationslager Buchenwald. Mit pädagogischer Unterstützung der Stiftung Gedenkstätte Buchenwald und Mittelbau Dora haben wir in den vergangenen 13 Jahren Gästeführer ausgebildet und ein Arbeitsmaterial für Jugendliche erstellt. Jedes Jahr nehmen aus den Landesverbänden Sachsen Anhalt, Thüringen und Sachsen ca. 3600 Jugendliche unsere Angebote wahr. Gegenwärtig arbeiten wir in der dazugehörenden Arbeitsgruppe an der Frage: Können Täter auch Opfer sein?

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Projekt im ehemaligen Konzentrationslager Neuengamme
Neu entstanden ist im vergangenen Jahr ein Projekt des Landesverbandes Hamburg, bei dem in Zusammenarbeit mit dem ehemaligen Konzentrationslager Neuengamme ebenfalls Gästeführer ausgebildet werden sollen. Ziel ist es dabei den eigenen Bedarf von ca. 300 Jugendlichen, selbst durch die Gedenkstätte zu führen.

Rundgang an der Gedenkstätte Berliner Mauer
Mit dem Rundgang und der Führung in der Gedenkstätte Berliner Mauer haben wir im vergangenen Jahr das Thema DDR Geschichte neu in unser Programm genommen. Daran haben im letzten Jahr fast 900 Jugendliche aus allen Mitgliedsverbänden teilgenommen. Vorher haben wir 24 Gästeführer aus den Landesverbänden Hamburg und Sachsen ausgebildet und einen Leitfaden für die Rundgänge erstellt.

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Regionale Workshops und Vorträge
Zahlreiche Regionale Workshops und Vorträge, wie Schule Bullenhuser Damm1, Topographie des Terrors, Gedenkstätten Plötzensee, Mittelbau Dora, Sachsenhausen, Ravensbrück, Kriegsgefangenenlager Zeithain sind weitere Orte an den wir Geschichtsbewusstsein und Demokratieverständnis vermitteln.

Wenn es in unserem Staat immer selbstverständlicher wird sich an Kriegen zu beteiligen und die Bundes- wehr für Ausbildung und Studium immer attraktiver wird, dann sollten Jugend-  liche wissen was Krieg für die betroffenen Menschen bedeutet und welche Folgen er hat.

Ronny Winkler
Projektleiter LV. Sachsen

Was ist Recht und was Gerecht?
Wenn wir uns selbst fragen ob wir uns rechtens verhalten, dann beantworten wir uns die Frage mit Ja. Schließlich halten wir uns an die Gesetze, zahlen unsere Steuern und verhalten uns wie ordentliche Staatsbürger.  Doch ist unser Handeln, ganz gleich ob wir Gewisse Dinge hinnehmen oder auch unterstützen auch immer Gerecht und Demokratisch? Wir beschäftigen uns mit Hilfe deutscher geschichtlicher Ereignisse mit dieser Frage.

 
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